Wissen, Tipps & Tricks | 24.03.2010 | daviddangel | (0) Kommentare

Pauschal lässt sich sagen, dass Freiberufler und KMU von SaaS profitieren können. Dies ist darauf zurückzuführen, dass mittelständische Unternehmen selten über eine große eigene IT-Abteilung verfügen. In der Praxis gibt es bei mittelständischen Unternehmen meist nur eine Handvoll IT-Fachkräfte, deren Ressourcen durch die Wartung bestehender Systeme schon gebunden sind. Diese Mittelständler können nun mit SaaS entweder ihre eigene IT-Abteilung entlasten oder mit einem SaaS-Dienst ihrer IT neue Funktionalität schenken.
Merken werden dies Mittelständler nicht nur bei der Planung ihrer Mitarbeiter-Ressourcen, sondern auch auf der Kostenseite. In der Bilanz schlagen sich die SaaS-Kosten wie bei einem Leasing-Vertrag als sofort abschreibare Kosten nieder. Gegenüber einer Neueinstellung ist dies aus KMU-Sicht so gut wie immer günstiger.
Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil ist die mit SaaS eingekaufte Sicherheit und Aktualität. Selbst wenn genügend IT-Personal vorhanden ist, stellt das mittlerweile benötigte differenzierte Sicherheits-Wissen hohe Anforderungen ans IT-Personal. Auf alle potentielle Gefahrenquellen wie Sicherheitslücken, Viren und geänderte Datenschutzanforderungen müssen Verantwortliche schnell reagieren. Die Kombination mehrerer spezialisierter SaaS-Dienstleister spart hier Geld, Zeit und Nerven.
Typische Anwendungen für mittelständische SaaS-Interessierte sind Monitoring-, Sicherheits-, ERP- und Kommunikationslösungen.
Aber nicht immer ist der reine Kostenvorteil für SaaS-Lösungen ausschlaggebend. Ein ebenfalls häufiges Szenario ist die schnell benötigte Verfügbarkeit von Know-How. Sei es, dass schnell auf ein Konkurrentenangebot oder ein Kundenwunsch reagiert werden muss. Verantwortliche stehen dann bei fehlenden IT-Funktionen vor der Wahl, ein neues Pflichtenheft zu schreiben oder ein SaaS-Dienstleister zu suchen. Auch hier gewinnt das SaaS-Modell: Während bei einem Vergleich die eine Person wohl gerade beim rechtssicheren Ausformulieren des Pflichtenhefts ist, abonniert die Vergleichsperson wohl gerade einen SaaS-Dienst und kann dann sofort starten.
Typische Anwendungen dieses Szenarios sind Groupware-, Dokumentenmanagement und Team-Software.
Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist der Mehrwert für Service-Anbieter. Service-Anbieter können mit SaaS-Dienste ihr eigenes Portfolio kostengünstig erweitern. Beispielsweise können E-Mail-Provider ihre E-Mail-Postfächer durch Spam- und Virenfilterung aufwerten. Oder Groupware- und Monitoring-Anbieter können ihre Kunden bei zuvor fest definierten Ereignissen per SMS benachrichtigen.
Typische Anwendungen für Service-Anbieter sind Kommunikations- und Sicherheitsdienste.
SaaS hat auch für Vertriebsmenschen viele interessante Neuigkeiten. Mehr oder weniger jeder größere SaaS-Dienst bietet Reseller-Konditionen an. Da die SaaS-Dienste dann oft auch „Hersteller-neutral“ vertrieben werden können, kann der Reseller die SaaS-Dienst später unter seinem eigenen Namen anbieten. So kann der Reseller mit der Kombination mehrerer SaaS-Dienste ganz auf seine Kunden zugeschnittene Dienste anbieten, die auch die Funktionen mehrerer SaaS-Konkurrenten vereinen. Ein weiterer Vertriebs-Vorteil ist, dass die Fixkosten aus Reseller-Sicht sehr gering sind: Für den Reseller fallen nur Kosten an, wenn seine Kunden tatsächlich bei ihm einkaufen.
Typische Reseller-Produkte sind Kommunikations- und Hosting-Lösungen.
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