Zehn nennenswerte Web-Applikationen

Wissen, Tipps & Tricks | 15.02.2010 | marcus@softmixx | (1) Kommentare

Vor wenigen Monaten noch war die Welt eine Google, jetzt wird sie zur Cloud. Virtualisierung ist in aller Munde, der Trend geht

zum applikationsfreien Rechner. Für Unternehmen heißt das, dass sich Kosten einsparen lassen, zum Beispiel Kosten für Administration, Wartung der Maschinen und auch für benötigte Lizenzen, weil weniger Software auf dem Firmenrechnern betrieben werden muss. Anwender können Web-Applikationen nutzen, Software, welche Provider über das Internet bereitstellen. Wir möchten Ihnen Web-Anwendungen vorstellen, die schon von vielen Anwendern genutzt werden, Anwendungen, die gerade in aller Munde sind aber auch Anwendungen, die einen Blick wert sind.

Slideshare

Wer vor einem Besprechungstermin gerne noch den Teilnehmern ein paar schwergewichtige Präsentationen zukommen lassen möchte, kann das über das englischsprachige Slideshare machen. Slideshare erinnert an den Bilderdienst Flickr: Jeder darf hoch laden, alle dürfen anschauen. Wenn ein Anwender eine Präsentation auf die Slideshare-Seite stellen möchte, braucht er dazu noch nicht ein mal ein Benutzerkonto. Die Dateien dürfen maximal 100 MByte groß sein, Slideshare unterstützt auch Open-Office-Formate. Aber nicht nur die Macher einer Präsentation werden ihren Spaß an Slideshare haben, auch interessierte Besucher können über verschiedene Filter nach Präsentationen suchen. Das Portal listet Besuchern vorhandene Präsentationen nach Kategorien auf, zum Beispiel Finance, Business, Design oder Health. Zusätzlich lassen sich Präsentationen über einen Zeitfilter oder über Bewertungen finden.
www.slideshare.net

Dropbox

Morten Lund, der Mitgründer von Skype, ließ vor ein paar Wochen über Twitter verlauten: „Dropbox ist the new killer app.“ Für alle, die große Datenmengen hin dun her schieben müssen, könnte das sogar stimmen. Mit Dropbox können Anwender Daten auf dezidierten Webspace hoch laden und die dort liegenden Dateien an andere Dropbox-Teilnehmer verteilen. Bei der Installation legt Dropbox einen Ordner auf der eigenen Festplatte an; alle Dateien, die der Anwender in diesen Ordner verschiebt, lädt das Programm sofort auf den Dropbox-Webspace hoch. Das passiert im Hintergrund, eine ausreichend „breite“ Internetverbindung vorausgesetzt. Dropbox bietet Anwendern zwei GByte Webspace kostenlos an. Interessierte müssen sich registrieren.
www.getdropbox.com 

CoP

Wer sich nicht zu schade für einen User Account und ein Passwort ist, kann mit CoP (Controlling of Projects) seine Geschäftsprojekte im Blick behalten. Mit der Applikation lassen sich einzelne Projekte planen und steuern; des weiteren lassen sich Berichte und Notizen anlegen zu allen im Betrieb relevanten Aktivitäten. Über ein zusätzliches Budget- und Ressourcen-Management lässt sich ein Projekt von der ersten Idee bis zum Abschluss browser-basiert verfolgen.
www.coptrack.de

WordPress

Mit WordPress lassen sich schnell Inhalte auf eine Homepage laden. Wo früher noch ganze Agenturen beschäftigt waren, oder Anwender mit spezieller Software hantieren mussten, können Unternehmen quasi im Alleingang Neuigkeiten ins World Wide Web kommunizieren. WordPress bietet dazu eine gute Möglichkeit, weil es, anders als bei einer statischen Homepage, einen Kommunikationskanal zwischen sich und dem Besucher der Seite schaltet. (Potentielle) Kunden haben so die Möglichkeit mit dem Unternehmen in direkten Kontakt zu treten. WordPress braucht eine Datenbank, die man mittlerweile für wenig Geld hosten lassen kann.
www.wordpress-deutschland.org 

Google Calendars

Google hat sich in der vergangenen Zeit beim Thema Web-Applikationen besonders hervor getan. So gibt es zum Beispiel den bekannten Google Calendar. Mit dem lassen sich Termine organisieren, Sie können potentielle Teilnehmer einladen, in dem Sie ein Angebot per E-Mail an den Wunschteilnehmer versenden. Hier wird auch schon gleich ein Unterschied zu herkömmlichen PC-gehosteten Applikationen sichtbar: Jeder, der im World Wide Web zu Gange ist, hinterlässt Spuren. Bei Google Calendars sind das zum Beispiel E-Mail-Adresse der Leute, die man einladen möchte. Anwender geben die Gesprächsteilnehmer in einem Feld als E-Mail-Adresse ein. Diese bekommen dann eine Anfrage geschickt. Dazu müssen Adressaten selber nicht bei Google angemeldet sein oder ein Konto dort besitzen. Wer seine Besprechungen mittels einer PC-Applikation plant, zum Beispiel Outlook oder Thunderbird, hantiert mit den Adressen der Teilnehmer nur lokal auf der Maschine. Bei Google landen die Adressen bei Google selbst, und jeder darf sich fragen, was Google damit macht.
www.google.de

Google Docs

Google bekämpft Microsoft nicht nur bei Suchen und Auffinden im Web, Google bekämpft Microsoft auch in seinem Innersten: Bei der Büroapplikation mit Google Texte und Tabellen. Wie bei Google üblich steht auch hier das Gemeinsam im Vordergrund. Google bietet Anwendern mit seiner Web-Applikation nicht nur die Möglichkeit Präsentationen, Tabellen oder Textdokumente online zu erstellen. Die Dateien lassen sich auch über das Netz verteilen, oder gemeinsam bearbeiten. Interessierte Anwender benötigen ein Benutzerkonto bei Google. Google Texte und Tabellen ist zum Beispiel über das Google-Mail-Konto erreichbar.
www.google.de 

24SevenOffice

24SevenOffice ist Web-basiertes Customer-Relatioinship-Werkzeug, das viele Funktionen in sich vereint. Anwender können ihre Kunden betreuen, inklusive Automatismen, zum Beispiel Benachrichtigungen, wann welcher Kunde wieder angegangen werden muss. Über den Browser lassen sich aber auch Kalender erstellen, die sich dann von ganze Arbeitsgruppen nutzen lassen. Teilnehmer an solchen Online-Projekten können über das Portal Dateien online speichern und verteilen. Zusätzlich können Anwender Online-Konferenzen abhalten (Stimme und Video). Über eine Chat-Funktion können sie sich während der Arbeit an Projekten austauschen. Das Werkzeug ist nicht kostenlos, lässt sich aber in einer freien Version testen, Interessierte müssen sich dazu registrieren. 14 Tage lang haben sie dann Zugriff auf alle Funktionen. www.24sevenoffice.com

SkyDrive

Gerade für kleinere Unternehmen, die keine zentralisierte Server besitzen, kann SkyDrive interessant sein. Wenn Dateien von mehreren Personen an unterschiedlichen Standorten gesichtet und bearbeitet werden müssen, lässt sich das mit Diskursive machen. Ähnlich wie Dropbox bietet das Portal Anwendern Speicherplatz, um Dateien online vorzuhalten. Auf SkyDrive lassen sich die Dokumente dann sortieren, versenden und von autorisierten Personen herunterladen. Im Unterschied zu Dropbox speist Microsoft seine Kunden aber nicht mit zwei GByte Speicherplatz ab; ganze 25 GByte Webspace dürfen Nutzer ihr Eigen nennen. SkyDrive unterscheidet sich von Dropbox auch durch die Handhabung. Wo der Dienst bei Dropbox im Hintergrund abläuft, arbeiten Nutzer bei SkyDrive direkt am Webbrowser. www.skydrive.live.com IBM Lotus Notes Quickr Auch IBM unterstützt das Arbeiten im Web, allerdings bringt das Unternehmen nicht einfach Kalender ins Netz oder einen Platz, an dem man seine Dokumente speichern und versenden kann. IBM möchte gleich das ganze Büro online stellen. Mit virtuellen Besprechungsräumen, und Bereichen, die nur dezidierten Teams zugänglich sind, mit so genannten Bibliotheken, in denen sich Dokumente verwalten lassen. Links zu Dateien lassen sich über Quickr direkt ins Netz stellen, ohne diese Dateien per E-Mail versenden zu müssen. Jeder der Anwender hat darüber hinaus Platz, um seinen eigenen virtuellen Arbeitsplatz einzurichten und mit für ihn wichtigen Dokumenten zu bestücken. Zum Paket gehören auch vordefinierte Vorlagen. www-01.ibm.com/software/de/lotus/wdocs/quickr/index.html 

Und zum Schluss...

Auch Twitter ist eine Web-Applikation. Alles, was Sie brauchen, ist ein Web-Browser und schon sind sie mittendrin im Web 2.0. Allerdings wird Twitter in Deutschland bei den Unternehmen noch sehr unterschätzt. Die Firmen sehen offenbar den Mehrwert nicht, den ein solches Werkzeug bieten kann. Mit Twitter können Anwender in Echtzeit mit ihren (potentiellen) Kunden und mit ihren (potentiellen) Geschäftspartnern in Kontakt kommen und das kostenlos. Viele Firmen glauben immer noch, dass die Werbeagentur für den guten Ruf und für gute Verkaufszahlen zuständig ist, aber in Zeiten des Web 2.0 hat jeder die Möglichkeit so dicht an seine Zielgruppe heranzukommen, wie noch nie vorher. Sie brauchen unter Umständen keine teuren Studien über potentielle Käufer mehr, keine Berater, die Ihnen ihr Business erklären wollen, obwohl sie dieses Business selber gar nicht machen. Alles was Sie brauchen ist da draußen im Netz. www.twitter.com

von Andreas Wurm

Tags: saas applikationen , web 20 , cloud computing , browserbasierte lösungen

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Kommentare
1.
dau meint am 22.02.2010 19:25:29

dropbox ist eine feine online festplatte, schade nur dass sie es bisher nicht geschafft haben eine richtige api schnittstelle zu bauen, damit auch andere websoftware lösungen das angebot nutzen können.

für präsentationen würde ich statt slideshare aber www.prezi.de bevorzugen.
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