Wissen, Tipps & Tricks | 09.02.2010 | marcus@softmixx | (0) Kommentare
Gegen die Nutzung von Software as a Service (SaaS) werden häufig Bedenken angeführt. Fragen des Datenschutzes, der Sicherheit, des

Große Konzerne leisten sich eigene Entwicklungsabteilungen, die ihre Geschäftsprozesse in Software abbilden, oder beauftragen Systemhäuser damit, entsprechende Programme zu entwickeln. Dagegen sind Kleine und Mittlere Unternehmen schon aus Gründen der Kosten und personellen Ressourcen auf Standard-Software angewiesen. Sie müssen Lizenzen für Programme erwerben, die ihre Geschäftsprozesse unterstützen, am besten also spezielle Software für ihre Branche. Lizenzen sind teuer und müssen, sollen sie auf dem Stand der Technik sein, in regelmäßigen Abständen auf jeweils neue Versionen aufgerüstet werden. Gleichzeitig begibt man sich in eine gewisse Abhängigkeit zum Anbieter, der – wie das Beispiel SAP zeigt – beliebig an der Preisschraube drehen kann oder eben Wartungsarbeiten für (aus seiner Sicht) nicht mehr lukrative Produkte von heute auf morgen einstellt.
Dagegen bieten webbasierende Modelle die Vorteile, · dass sie immer up-to-date sind, weil die Anbieter schon aus eigenem Interesse ständig daran arbeiten, · dass sie wegen der mietähnlichen Konditionen günstiger sind als gekaufte Lizenzen, · und dass sie wegen der zunehmenden Konkurrenz auf dem Markt in den letzten Jahren nicht teurer, sondern sogar preiswerter geworden sind (Beispiel salesforce). · Vor allem aber sind sie jederzeit und von überallher zugänglich. So kann der Nutzer mit seiner personenbezogenen Lizenz von jedem Rechner darauf zugreifen, ohne vorher etwas installieren oder gar eine weitere Lizenz erwerben zu müssen.
Die Bedeutung der universellen Verfügbarkeit wiegt umso schwerer, je mehr unsere Kommunikationssysteme zusammenwachsen. Im gleichen Maße, wie Unified Messaging-Systeme alle Daten und Informationen auf einer Oberfläche darstellen, wächst die Bedeutung interaktiver Geschäftsprozesse und damit die Bedeutung von SaaS. Wenn Außendienstmitarbeiter beispielsweise jederzeit über ihr iPhone den Lagerbestand abfragen und aktuelle Bestellungen übermitteln können, macht das die Geschäftsprozesse des Unternehmens einfacher, schneller und geschmeidiger. Interaktivität beispielsweise in Bestellsystemen ist nicht nur für Großanbieter interessant, im Gegenteil: Kleine und Mittlere Unternehmen aus Handel und Produktion zeigen, dass sie am Puls der Zeit sind, wenn sie dem Kunden eine interaktive, individuelle Plattform anbieten. Diese macht den Bestellvorgang so einfach wie möglich, indem sie die Kontaktdaten sowie frühere Bestellungen, Größen, Produkte usw. zur Auswahl anbietet. Ein weiteres Beispiel aus der Industrie ist die integrierte Komplettlösung für Warenwirtschaft, CRM (Customer Relationship Management) und Webshop. Darüber interagieren Unternehmen mit anderen Händlern (Partnern, Resellern), aber auch mit Endkunden. Die zusätzliche automatische Erfassung von Warenein- oder -ausgängen durch RFID (Radio Frequency Identification - Identifizierung mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen) und Self-Checkout-Kassen eliminiert Fehlerquellen und macht die Prozesse im Handel schneller und kosteneffizienter. Die maßgeschneiderte Softwarelösung ist dabei überhaupt kein Problem: Die Prozesse sind klar definiert und die Anforderungen an die Software formuliert. Der so entstandene Standard wird durch individuelle Benutzeranforderungen erweitert und an das Corporate Design des jeweiligen Unternehmens angepasst. Zusammenfassend kann man sagen, dass webbasierte Lösungen für alle Kleinen und Mittleren Unternehmen interessant sind, die in Handel, Produktion und Dienstleistung tätig sind, egal in welchem vertikalen Markt.
Für Freiberufler sind die Vorteile noch gravierender: Da es sich bei ihnen meist um Klein- und Kleinstunternehmen handelt, fehlen alle Voraussetzungen für eigene leistungsfähige Systeme wie Server, Wartung, Systemadministration etc. Sind webbasierte Systeme für KMUs sehr gut geeignet, sind sie für Freiberufler geradezu ideal. Das fängt damit an, dass die Anbieter die Programme in verschiedenen Ausführungen (S, M oder L bis zu XXXL) offerieren, wobei die kleinste Lösung für unseren Freiberufler normalerweise die richtige und gleichzeitig die preiswerteste ist.
Beispiel für eine webbasierte Software ist ein CRM-System, auf dem ein PR-Berater alle Daten seiner Kunden und Lieferanten, Partner und Pressekontakte speichert. Gleichzeitig kann er dort seine Projekte anlegen, ein Controlling installieren, dass ihm eine Übersicht über geleistete und in Rechnung gestellte beziehungsweise bezahlte Leistungen liefert, einen Terminkalender inklusive Warnfunktion einrichten und Dokumentvorlagen ablegen. Das CRM-System wird auf diese Weise für den PR-Berater zum Datenspeicher und Backup-System, das auch die Funktionen des Systemadministrators, des Controllers und des Assistant übernimmt. Kurz: Das webbasierte CRM-System ersetzt dem Freiberufler die Vorteile einer kompletten Unternehmensorganisation.
KMUs und Freiberufler profitieren noch mehr von den Vorteilen webbasierender Software-Produkte als große Unternehmen, weil sie auf individualisierbare und modulare Lösungen angewiesen sind und die „Mietsoftware“ ihnen die fehlende eigene Infrastruktur ersetzt. Voraussetzung ist, dass der Datenschutz garantiert, die Sicherheit und das Backup gewährleistet und eine langfristige und zuverlässige Verfügbarkeit des Systems verbürgt sind.
www.salesforce.com
http://www.internet-sicherheit.de/service/glossar/
http://www.fashionconsult.de/
von Sabine Faltmann
Tags: saas , webbasiert
Impressum | Mitarbeit | Anbieter | Werbung | Nutzungsbedingungen | Datenschutz
© 2012 softmixx.de