Cloud Computing: Die Zukunft liegt in der Wolke

Wissen, Tipps & Tricks | 10.02.2010 | marcus@softmixx | (0) Kommentare

Das Cloud Computing, also die virtuelle Nutzung von Rechenkapazitäten, IT-Infrastrukturen, Speicher und Software über das Internet, ist

mehr als nur eine Zukunftsvorstellung. Nach einer aktuellen Studie des Management-Beratungsunternehmens A.T. Kearney, ist für jedes zehnte Unternehmen aus dem deutschsprachigen Bereich diese Zukunftsperspektive bereits Realität geworden. Viel zu wenig, heißt es in der Studie, denn Unternehmen können mit Cloud Computing bis zu 25 Prozent ihrer IT-Kosten einsparen.

Das Einspar-Potential der "Wolke"

Das Potential der "Wolke" ist nach Angaben der Studie also sehr groß. Trotzdem haben sich rund 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch nicht auf die virtuelle Nutzung von IT-Ressourcen eingelassen. Dabei liegen die Vorteile von Cloud Computing deutlich auf der Hand: Unternehmen können ihre IT-Systeme punktgenau skalieren und bezahlen nur für die Leistung, die sie real nutzen. Bei konventionellen IT-Strategien fallen dagegen zusätzlich zu den laufenden Kosten, auch noch in regelmäßigen Zyklen hohe Investitionskosten für die Modernisierung der internen IT-Infrastrukturen an.

Gerade diese Investitionskosten sind aber für viele Unternehmen aus diversen Branchen, in der momentan wirtschaftlich angespannten Situation nur sehr schwer bis gar nicht zu schultern. Längst überfällige Modernisierungen werden verschoben und damit immer mehr zum Wettbewerbsnachteil. Trotzdem halten sich viele IT-Manager weiter zurück, wenn es um das Thema Cloud Computing geht. Nur knapp die Hälfte der befragten Manager gaben laut Kearney-Studie an, sie hätten sich bereits mit Cloud Computing auseinander gesetzt. Bei 35 Prozent der Befragten spielt die virtuelle IT-Nutzung sogar überhaupt keine Rolle bei der unmittelbaren Planung.

Indikatoren für eine Cloud Computing Zukunft

Wie kann man nun diese Unternehmen von der Zukunftsfähigkeit der "Wolke" überzeugen? Wen das Kostenargument mit Einsparungen von bis zu 25 Prozent noch nicht überzeugt, der sollte sich einmal die Veränderungen auf dem IT-Markt genauer ansehen.

Viele der großen IT-Unternehmen wenden sich selbst zunehmend der Cloud zu und haben entsprechende Leistungen und Technologien entwickelt. Ob Sun Microsystems, Amazon oder Microsoft, sie alle wollen sich ein Stückchen vom großen Kuchen sichern. Dabei haben sie reichlich Konkurrenz von noch relativ jungen Unternehmen wie Google oder VMware.

Am Beispiel von Microsoft wird die Bedeutung der Rechenwolke für die IT-Zukunft besonders deutlich: Wohl kaum ein anderes IT-Unternehmen steht so sehr für desktopbasierte Anwendungen wie das 1975 gegründete Unternehmen aus Redmond. Doch auch Microsoft verlässt die über viele Jahre hinweg erfolgreiche Strategie und orientiert sich in Richtung Cloud Computing. Mit der Windows Azure Plattform betritt der IT-Dino Neuland und will seinen Kunden netzbasierte Anwendungen und Datenbanken kostenpflichtig zur Verfügung stellen. Das gerade kurz vor der Bereitstellung stehende neue Betriebssystem Windows 7, könnte demnach das letzte desktopbasierte OS von Microsoft werden. Die Zukunft gehört Windows Azure und damit der Cloud.

Fazit:

Wen das Kostenargument nicht überzeugt hat, den sollte es aber zumindest stutzig gemacht haben, dass sich selbst traditionelle IT-Unternehmen wie Microsoft in Richtung Cloud Computing bewegen und ihre angestammten Geschäftsbereiche vollkommen neu aufstellen. Sie tun dies nicht nur weil sie sich der Konkurrenz stellen müssen, sondern auch, weil sie mittlerweile von einem Punkt überzeugt sind: Die Zukunft liegt in der Wolke.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Cloud Computing bei der Zukunftsplanung von Unternehmen ein wichtige Rolle spielen sollte, weil:

  1. die IT-Infrastruktur sehr gut skalierbar ist und bei Bedarf mitwächst,
  2. die hohen Investitionskosten in moderate laufende Kosten umgewandelt werden,
  3. durch die Vermeidung hoher Investitionen wenig Eigenkapital gebunden wird,
  4. die Systeme ohne großen Aufwand up-to-date bleiben und
  5. sich die technologische Entwicklung immer mehr auf die Cloud konzentriert.

 von Falk Hedemann

Tags: cloud computing

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