Sicherheitskonzepte prüfen

Sicherheit | 17.02.2010 | marcus@softmixx | (0) Kommentare

Mietsoftware (Software as a Service, SaaS) hat viel eingebaute Sicherheit. Doch jeder Interessent sollte sich ausführlich

über das Sicherheitskonzept eines Anbieters informieren.

Die Tür zum Serverraum steht offen und der Admin verschwindet gerade um die Ecke. Ein irres Szenario? Nicht, wenn man Sicherheitsexperten glaubt: Vor allem Kleinunternehmen sündigen oft bei der Sicherheit, denn sie macht Arbeit und kostet Geld. Mietsoftware (Software as a Service, SaaS) ist deutlich sicherer. Die Daten und Programme sind in Rechenzentren gespeichert, die einen extrem hohen Sicherheitsstandard haben. Dies betrifft nicht nur den Zugangsschutz mit Fingerabdruckscanner und Alarmanlage. Es gibt auch rund um die Uhr verfügbares Personal und umfassende Vorkehrungen für die Datensicherheit. Zum Beispiel der SaaS-Vorreiter und CRM-Spezialist Salesforce: Er sichert alle Verbindungen mit SSL 3.0/TLS 1.0 und schützt die Kundendaten mit Disaster Recovery-Maßnahmen – soweit nichts Ungewöhnliches.

Interessant ist die Qualitätssicherung: Externe Dienstleister unterwerfen die IT-Sicherheit regelmäßigen Stresstests. Dies erlaubt nicht nur die Definition von Service Level Agreements (SLAs), sondern auch deren Kontrolle. Doch die penibelsten Verträge nützen nichts, wenn die Maßnahmen nicht bei den Kunden ankommen. Ein Problem für die Anbieter mit ihren oft zigtausend Nutzern ist das Anwendungsmanagement. Besonders wichtig ist das für einen Shophoster wie Demandware. Der E-Business-Dienstleister nutzt als Basis seines Sicherheitskonzepts ein ausgefeiltes System zur Aktualisierung von Applikationen. Dadurch werden Patches und andere Sicherheitsmaßnahmen gleichzeitig allen Kunden verfügbar gemacht – die Firma beschäftigt dafür eine eigene Abteilung. Doch auch kleinere Unternehmen wie der Projektmanagement-Anbieter Timo können in Sachen Sicherheit mithalten. Er nutzt die Highend-Technik des 1und1-Rechenzentrums, führt aber eine eigene Datensicherung durch. Dabei werden die Kundendaten auf Backupsysteme an zwei verschiedenen Orten gesichert – komplett verschlüsselt. Mit solchen Maßnahmen gibt es einen Ersatz für alle Fälle.

Leider geben sich viele Anbieter beim Thema Sicherheit etwas zugeknöpft, nicht jeder informiert so umfassend wie Salesforce. Doch auch hier sind nicht alle Infos im Web zu finden – für eine Auswahl der besten und sichersten Lösung ist die direkte (telefonische) Nachfrage nötig.

von Ingo Steinhaus

Tags: sicherheit , sicherheitsstandard

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