Officeware | 22.02.2010 | marcus@softmixx | (0) Kommentare
Das Portal Plaxo.com bietet Interessierten die Möglichkeit, ihr Adressbuch online zu stellen und dort zu verwalten, so dass sie von überall

Das eigene Adressbuch auf Plaxo zu bringen ist eine Sache von wenigen Minuten. Der Nutzer muss seine vCards aus seinem Adressbuch auslesen und auf dem PC speichern, von wo aus er sie dann auf die herkömmliche Art zum Anbieter hochladen kann. Plaxo bietet diesen Dienst für die Adressbücher der E-Mail-Anbieter Yahoo, Microsoft, Google und AOL. Zusätzlich lässt sich das Mac-Adressbuch synchronisieren und auch LinkedIn-Daten lassen sich mit Plaxo verknüpfen.
Auch Kontaktdaten aus Facebook oder Twitter lassen sich im Online-Adressbuch verwalten. Nachdem man das eigene Adressbuch zu Plaxo hochgeladen hat, prüft das System, mit welchen seiner Kontakte der User bei Plaxo schon verbunden ist. Und da fragt man sich im ersten Augenblick schon, was das mit einem virtuellen Adressbuch zu tun hat – warum soll man sich über Plaxo auch noch mit seinen Kontakten verknüpfen? Geht es Plaxo gar nicht darum, ein Werkzeug zu stellen, mit dem man seine Kontakte per virtuellem Adressbuch verwalten kann? Immer wieder wird man an unterschiedlichen Stellen von Plaxo aufgefordert, doch ein paar Leute einzuladen. Das erinnert ein wenig an die Networking-Plattformen LinkedIn und XING.
Tatsächlich kann es aber Sinn machen, sein Adressbuch nicht nur online zu stellen, um einen Zugriff auf Kontaktdaten von überall zu gewährleisten, sondern sich auch mit seinen Kontakten über Plaxo zu verknüpfen. So kann es Nutzern nicht mehr passieren, dass die Adressdaten eines Kontaktes veraltet sind. Falls man mit einem seiner Kontakte verbunden ist und der seine Adressdaten ändert, aktualisiert das die eigenen Daten – falls der Kontakt dies zulässt. So könnte man unter Umständen tatsächlich ein Adressbuch besitzen, das immer nur aktuelle Kontaktdaten seiner Geschäftspartner enthält.
Wer Plaxo nutzen möchte, muss dafür nichts zahlen, allerdings können Anwender auch einen Premiumdienst in Anspruch nehmen. Zurzeit lässt sich dieser Premium-Zugang 30 Tage kostenlos testen. Zusätzliche Funktionen dieses Zugangs sind zum Beispiel: Synchronisation mit dem Outlook-Adressbuch, ein Deduplikations-Assistent, Datensicherung und Datenwiederherstellung.
Allerdings sollten sich Anwender über eines im Klaren sein: Software as a Service kann nicht nur sinnvoll, sondern mitunter auch sehr gefährlich werden, wenn es darum geht, mit Kontaktdetails anderer Leute zu spielen. In einer Zeit, in der Experten ohnehin davor warnen, ungefiltert Details über sich ins Internet zu stellen, sollte man sich zwei Mal überlegen, ob man E-Mail-Adressen oder Telefonnummern anderer Leute ungefragt ins Netz kippt.
von Andreas Wurm
Tags: adressbuch , plaxo , saas
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