Interview | 22.03.2010 | Michael Friedrichs | (0) Kommentare

Mit zu verdanken ist diese Vorreiterrolle Patrick Pulvermüller. Als einer der beiden Geschäftsführer war er unter anderem für die Konzeption, Planung und Realisierung des grünen Rechenzentrums zuständig.
Am meisten Energie kann man mit einer sinnvollen Auslastung der Server einsparen. Denn damit reduziert sich automatisch auch der Aufwand für die Kühlung. Am schwersten ist eine nachträgliche Optimierung der Klimatisierung. Diese Erfahrung haben wir bei der Modernisierung eines bestehenden Rechenzentrums gemacht. Der Aufwand war enorm – und es ist offen, ob und wann sich diese Investition rechnet.
Die Firmen wollen am liebsten sofort sparen – ohne groß zu investieren. Die Bereitschaft, in das Thema Energieeffizienz zu investieren, um Erfahrung zu sammeln, ist gering ausgeprägt. Für Hosting-Anbieter ist die Stromrechnung der größte Kostenblock – direkt nach Personal und Hardware. Entsprechend wichtig ist das Thema für unseren wirtschaftlichen Erfolg.
Eine der Basistechnologien von Cloud Computing ist Virtualisierung. Und mit Hilfe von Virtualisierung lässt sich auch die Serveranzahl reduzieren. Im Vergleich mit selbst betriebenen Applikationen können Unternehmen Lastspitzen mit Cloud Computing bewältigen, ohne dafür eigene dedizierte Server vorhalten zu müssen. Dies ist stets energieeffizienter und sollte in der Regel auch preiswerter sein. Zudem „animiert“ Cloud Computing zu effizientem Programmieren, denn jeder CPU-Zyklus muss bezahlt werden.
Dedizierte Server sind bei uns im Rechenzentrum zu zehn bis 15 Prozent ausgelastet - Tendenz sinkend. Abhängig vom Einsatzszenario und der verwendeten Virtualisierungstechnik sind virtualisierte Server bei uns zu 60 bis 70% ausgelastet. Vereinfacht kann man sagen: Erst Virtualisierung ermöglicht die günstigen Preise für gehostete Webseiten und Applikationen.
Tags: host europe , server , virtualisierung , green it
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