Infrastruktur & Technik | 15.03.2010 | daviddangel | (0) Kommentare

Die meisten Vorteile der SaaS-Dienste finden sich sofort. Die Dienste sind sehr kurzfristig verfügbar und können oft nach Vertragsabschluss sofort in die eigene Infrastruktur eingebunden werden. Kann der SaaS-Dienst nicht sofort genutzt werden und ein Dienstleister muss kundenspezifische Vorgaben umsetzen, ist dies im Gegensatz zu konventioneller Software schneller möglich. Auch kann der SaaS-Nutzer von überall auf seinen Dienst zugreifen: auf Reisen oder im Notfall ermöglichen Handy und Laptop den Zugriff.
Ein weiterer Vorteil ist die aus Sicht des Nutzers wartungsfreie Software. Würde der Nutzer die SaaS-Software bei sich im Unternehmen installieren, müsste er sich entweder selbst um deren Wartung kümmern oder einen externen Dienstleister damit beauftragen. Zeit fürs Lesen von Mailing-Listen und Web-Foren zu „Sicherheit“ und „Schad-Software“ muss der SaaS-Nutzer nicht aufbringen. Und wenn die Daten direkt beim SaaS-Dienstleister gespeichert werden, müssen SaaS-Nutzer im Gegensatz zu Nutzern konventioneller Lizenz-Software keine Backup-Routinen entwickeln.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das flexible Angebot der SaaS-Dienstleister. SaaS-Dienstleister rechnen in der Regel nach Nutzerzahl oder genutzter Zeit ab. Benötigt also beispielsweise ein SaaS-Nutzer zu Beginn eines Projekts den Dienst für nur einige wenige Nutzer, so bestellt er zu dieser Zeit nur die tatsächlich benötigte Nutzerzahl. Steigt oder sinkt und im weiteren Projektverlauf dann die benötigte Nutzerzahl, kann er den SaaS-Dienst an seinen tatsächlichen Bedarf anpassen. Zwar ist auch bei konventioneller Lizenz-Software das Vertriebsmodell nach Lizenzen etabliert, dennoch ist es bei Lizenz-Software schwer, in bestehenden Verträgen die Lizenzzahl flexibel zu reduzieren oder zu steigern. Bei SaaS-Dienstleistern ist dies Standard.
Das größte SaaS-Nachteil ist beim Thema Datenschutz zu finden. Obwohl sich sehr viele SaaS-Dienstleister um Transparenz und Offenheit bezüglich aller verarbeiteten Daten bemühen, sollten Interessierte dies bei jeder Entscheidung im Hinterkopf behalten. Interessierte sollten sich daher vorab erkundigen, wo und wie ihre Daten beim SaaS-Dienstleister verarbeitet werden und wie diese auch geschützt werden.
Der Zugang zum SaaS-Dienst erfolgt übers Internet. Das heißt aber auch, hat der SaaS-Nutzer aus welchen Gründen auch immer keine Internet-Verbindung, so hat er keinen Zugriff auf seine Daten. Da schnelle Internetverbindungen heutzutage aber nicht mehr kostspielig sind und selbst UMTS-Flatrates als erschwingliche Ersatz-Datenanbindung genutzt werden können, spielt dieser Umstand nur in ländlichen Regionen eine Rolle. Also dort, wo es aus technischen Gründen keine Internet-Verbindungen gibt.
SaaS-Interessierte sollten als erstes sicher stellen, dass sie den Dienst nicht in entfernten Orten nutzen müssen, wo es keine Internet-Verbindung gibt. Außendienst-Mitarbeiter, die entlegene ländliche Winkel besuchen müssen, können dazu gezählt werden. Anschließend sollten Interessierte prüfen, ob mögliche SaaS-Dienstleister alle firmen-eigenen Datenschutzrichtlinien befolgen. Spricht nichts gegen diese Punkte, ist ein SaaS-Dienst im Hinblick auf Flexibilität und Wartung gegenüber konventioneller Lizenz-Software zu prüfen.
Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de
Tags: saas , cloud , datenschutz , verfügbarkeit
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